Herzlich Willkommen
auf meinem Tattooblog!

Seit fast zehn Jahren bin ich Tätowiererin und ich möchte auf meinem Tattooblog erzählen, was diesen Beruf aus, spannend und nervenaufreibend macht.
Esther Bühmann

Der Beruf des Tätowierers gilt seit einigen Jahren als Traumberuf vieler junger Men­schen. Ich kann diese Vision nur zu gut nachvollziehen. Auch ich kann mir kaum etwas schöneres vorstellen, als jeden Morgen meinen Shop Zum Buntspecht Tätowierungen  aufzuschließen und mit anderen Menschen tolle Hautbilder zu kreieren. Allerdings birgt der Beruf, wie jeder andere auch, Tücken und Stressfaktoren, die ich in liebevoller, manchmal ironischer, aber realitätsnaher Weise in meinem Tattooblog darstellen möchte.

 

 

 

Seit Jahrhunderten sind die Wege, in diesen Beruf zu gelangen vielfältig, aber undurchschaubar und teils voller Hindernisse. In Deutschland ist der Beruf nicht staatlich anerkannt. Es gibt keine geregelte Ausbildung und keine Regelungen zum Basiswissen, welches der Tätowierer inne haben sollte. Bis vor wenigen Jahren, vor allem in Zeiten ohne Internet, war es kaum möglich Informationen für potentielle Berufsanfänger zu bekommen. Es gab keine Fachzeitschriften und bis heute findet man auch im Internet keine Anleitungen zum richtigen Tätowieren.

In meinen Augen führen diese Umstände noch mehr zur Mystifizierung und Glorifizierung des Berufs.

Ich möchte hier auch nicht erklären, wie man Tätowierer wird oder wie man richtig tätowiert, ich möchte nur ein paar Anekdoten aus meiner Arbeit erzählen, da ich glaube, dass diese einen hohen Unterhaltungswert haben. Grade im Moment, wo das Tätowieren wieder eine Hoch-Zeit erlebt, ist ein Blick hinter die Kulissen spannend. Wer schon einmal eine Antwort zum Thema Tätowierungen im Internet gesucht hat, musste feststellen, dass es im Netz kaum brauchbare Informationen zu speziellen Fragen in diesem Bereich gibt. Ich selbst stoße meist nur auf Bildersammlungen, wenn ich Hintergrundmaterial zu einem bestimmten Stil, einer Machart oder Themen wie Nachbehandlung, Sport oder spezielle Tätowierungen (zum Beispiel Weiße Tattoos oder UV-Tattoos) suche. Oder aber man gelangt in Foren oder Fragenportale, wo die selbsternannten Experten sich um die richtige Meinung streiten, wobei nur wenig nutzbarer Inhalt zustande kommt. Auf meinem Blog möchte ich eure Fragen beantworten. Ich möchte Transparenz schaffen, Aufklären und euch unterhalten mit lustigen Geschichten aus meinem Berufsalltag.

Zum Buntspecht Tätowierungen
Es soll auch keine reine Tattoo Bildersammlung entstehen, denn solche gibt es genug.

In unseren Zeiten, wo das Tattoo in die Mitte der Gesellschaft rückt und langsam aber stetig akzeptiert wird, ist es an der Zeit mit den zahlreichen Mythen rund um das Tattoo aufzuklären und die Dringlichkeit einer staatlichen Anerkennung des Berufsbildes zu verdeutlichen. Ich hoffe, dass sich auch einige Kollegen in meinen Erzählungen wieder finden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und machen. Ich hoffe auch, dass sich meine Tattoo-Kunden nicht angegriffen fühlen, sondern die Texte mit einem Augenzwinkern von mir verstehen, schließlich finanzieren sie meinen Lebensunterhalt und geben mir täglich die Möglichkeit mit dieser Arbeit meinen Lebensunterhalt sicherzustellen.

Ich freue mich auf Kooperationen mit anderen Kreativen, Illustratoren, Tätowierern und Bloggern.
Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen auf meinem Tattooblog!

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