Mit Online-Shops durch die Corona-Krise

Unser Weg zum eigenen Online-Shop begann durch die Corona-Krise. Seit Beginn der Corona-Krise sind wir als Tätowierer nun schon fast ein halbes Jahr im Lockdown.
Das staatliche Berufsverbot wurde vielfach versucht gerichtlich anzufechten, jedoch ohne Erfolg.
Da die versprochenen staatlichen Hilfen leider zu langsam oder gar nicht kommen, müssen wir uns wie so viele andere Betriebe auch, alternative Einkommensquellen schaffen.

Im ersten Lockdown haben wir es nicht für möglich gehalten, dass die Regierung es durchzieht, uns so viele Monate nicht arbeiten zu lassen. Frohen Mutes haben wir Prints und andere Merchandise-Artikel über Instagram oder im Freundeskreis verkauft und uns so ein kleines Zubrot verdient.
Jetzt im 2. Lockdown zieht sich die Schlinge leider enger und ein paar wenige Verkäufe per Direktnachricht reichen nicht mehr aus, um zu überleben. Zumal die staatlichen Hilfen auch uns nicht erreicht haben. Ein Online-Shop sollte entstehen.

Zugegeben, der Markt an Anbietern ist riesig und man weiß zu beginn gar nicht, wo man anfangen soll, die verschiedenen Möglichkeiten an Online-Shops gegeneinander abzuwägen.
Zuerst habe ich es, wie die meisten, über ein Etsy-Konto probiert. Schnell musste ich feststellen, dass bei etsy die Abgaben relativ hoch sind und vor allem, die Produkte von Nutzern gar nicht gefunden werden, wenn man sie nicht für viel Geld bewirbt.
Ein anderer Nachteil an etsy ist, dass der Kunde mit seinem eventuell begrenzten Einkaufsbudget auch viele andere tolle Produkte im Online-Shop von easy vorgeschlagen bekommt und sein Budget am Ende vielleicht doch in einen anderen Künstler investiert.

Eine weitere Möglichkeit ist einen fertigen Shop über einen externen Anbieter im Aboverfahren zu kaufen und zu betreiben. Dieses Verfahren ist sehr simpel und somit gut geeignet für Künstler, die sich nur minimal mit der Technik und dem Know-How hinter einem Shop befassen wollen.
Das Design und das Gerüst stehen schon und nach ein paar individuellen Anpassungsmöglichkeiten kann man direkt seine eigenen Produkte einpflegen und loslegen.
Der Nachteil an solchen Online-Shops sind die monatlichen Kosten, die umso höher sind, je mehr Produkte man anbieten möchte und je größer und erfolgreicher der Online-Shop läuft.

Ich habe mich dazu entschieden, einen eigenen Shop mit WordPress erstellen zu lassen. Mit der Hilfe eines IT-begabten Freunds und meines IT-Betreuers für alle Online-Geschichten von Zum Buntspecht Tätowierungen, konnten wir den Online-Shop nach ungefähr 30 Stunden Programmier-Arbeit aus der Taufe haben. Diese Vorgehensweise eignet sich, wenn man sehr individuell und unabhängig von Fremdanbietern agieren möchte. Die laufenden Kosten sind sehr gering, da man nur den Webspace und das Hosting bezahlen muss. Allerdings muss man zu beginn für den Aufbau des Online-Shops tiefer in die Tasche greifen, da viele wesentliche Einstellungen mühsam manuell von einem externen Dienstleister programmiert werden müssen.
Wer selbst keine Erfahrung auf diesem Gebiet hat, ist dringend auf professionelle Unterstützung angewiesen, damit man rechtlich auf der sicheren Seite ist. Zu den kritischen Themen zähle ich hier: DSGVO, Cookie Notice, das deutsche Rechtswesen im Online-Handel, das Widerrufsrecht und die allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Wenn du selbst Tätowierer oder Künstler bist und dich für diese Möglichkeit des Nebenverdienstes interessierst, kannst du mir deine offenen Fragen gern über das Kontaktformular zusenden.

Ich würde mich freuen, wenn du in unserem Spechtshop vorbei schaust. Vielleicht ist etwas schönes für dich oder zum Verschenken für deine Freunde dabei.

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